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Kirche neu auf die Landkarte bringen

Die erste Exkursion des Bistums ging vom 14. bis 17. März nach Süddeutschland. Dr. Hildegard Wustmans, Dezernentin für Pastorale Dienste, im Interview
Kirche neu auf die Landkarte bringen
Kirche neu auf die Landkarte bringen
Die Gruppe besuchte auch eine Celebration der ICF in München. © H.Wustmans/Bistum Limburg

zu der Exkursion

Vom 14. bis 17. März reiste eine Gruppe aus dem Bistum Limburg nach Süddeutschland ins Bistum Augsburg und das Erzbistum München Freising. Die Exkursion war die erste von insgesamt sechs, die das Bistum Limburg als Entdeckungs- und Erfahrungsreise zum Prozess der Kirchenentwicklung 2019 durchführt. Am Donnerstag, 14. März, reiste das Team aus ehren- und hauptamtlichen Teilnehmern nach Augsburg und besuchten das Gebetshaus Augsburg. Am Freitag, 15. März, ging es weiter nach München. Dort besuchten die Teilnehmer das Gemeindezentrum St. Markus, wo Kirche in einem neuen Stadtteil mit bis zu 25.000 Menschen entstehen soll. Die Besucher aus dem Bistum Limburg informierten sich auch über das sozialräumliche Arbeiten in München-Giesing. Nach dem Besuch im Pfarrverband Isarvorstadt am Samstag, 16. März, erlebten die Limburger am Sonntag, 17. März, auch eine Celebration der freikirchlichen ICF Church.

Haben Sie bei den Projekten entdecken können, wie man zu einer solchen Vision kommen kann?

Das Basis-Handbuch für unsere Vision ist das Neue Testament oder die Bibel. Zur Schärfung der eigenen Vision tut es gut, sich gemeinsam immer wieder darauf zu beziehen und all das auch in einer Form von Gebet, von Mystik und Spiritualität auszudrücken. Das haben wir gerade beim ICF und dem Gebetshaus deutlich gesehen. Bei den anderen Projekten habe ich das nicht so deutlich wahrgenommen. Doch auch in Giesing und der Isarvorstadt wurde betont, dass die Dinge funktionieren, wenn Formen entwickelt werden, die auf die spirituelle Sehnsucht von Menschen achtsam reagieren. Sie nutzen dazu Formate, die wir auch im Bistum kennen, wie beispielsweise den Segen. Warum segnen wir nicht öfter und laden zu Segnungen ein?! Wir machen das schon beim Fest der Unschuldigen Kinder, bei den Ehejubiläen oder am Valentinstag. Wo sind weitere Gelegenheiten und wie kann das noch stärker in Liturgien eingebunden werden?! Es lohnt sich, daran zu arbeiten. Es gilt, auf das spirituelle Bedürfnis von Menschen qualitativ und theologisch fundiert in einer Sprache, die Menschen verstehen, zu antworten. Dann hat Kirche Zukunft.

Wenn man auf den Prozess der Kirchenentwicklung blickt, bekommt man bisweilen den Eindruck, Spiritualität und Mystik spielten kein Thema. Da ist von einer sozialraumorientierten Pastoral die Rede und von niederschwelligen Angeboten. Wie passt das zusammen?

Niederschwellig ist überhaupt nicht mein ,Wording‘. Niemand möchte niederschwellig behandelt werden. Menschen wollen ernstgenommen werden. Das bedeutet: Hinhören und die Bedürfnisse von Menschen wahrnehmen. Das sozialräumliche Arbeiten passt hier gut. Dann muss aber auch die Vision ins Spiel kommen. Wen möchte ich damit ansprechen? Je klarer das ist, desto eher weiß ich, mit welchen Formen und Formaten ich diese Personen ansprechen kann.

Das Basis-Handbuch für unsere Vision ist das Neue Testament oder die Bibel.

Wir sollten über Willkommenskulturen und den Habitus, der an den Tag gelegt wird, kritisch nachdenken.

Ein anderes Wort von Mission ist Dialog.

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