Unterwegs in Israel und Palästina


Tag 1: Fünf Brote und zwei Fische
Der erste Tag der Reise hat die Teilnehmer der Exkursion zur Kirchenentwicklung des Bistums Limburg am See Genezareth entlang geführt. Das Evangelium, die Geschichte der Brotvermehrung, stand dabei im Zentrum der Betrachtung. Es ging darum, zu schauen, was gibt es für Ressourcen, was gibt es aber auch für Grenzen und wie kann diese Bibelstelle für die Arbeit in den Pfarreien gedeutet werden. Was will das Evangelium den Christen mitteilen.
Der erste Eintrag im Reisetagebuch stammt von Armin Sturm, Pfarrer der Pfarrei St. Martin Lahnstein und Bezirksdekan des Bezirks Rhein-Lahn. Er ist zum dritten Mal im Heiligen Land unterwegs.
Herr Sturm, was nehmen Sie aus dem Tag heute mit?
Ich nehme aus dem Tag mit, dass es ein sehr ruhiger Tag war, ein besinnlicher Tag. Dass ich vieles auch am Rande gesehen habe, die Landschaft, die Tiere und vor allem: das Ankommen war da. Ich fühle, dass ich angekommen bin.
Was war heute besonders?
Besonders war es, auf den Spuren Jesu unterwegs zu sein. Den Bibeltext nochmal konkret zu lesen, auch da, wo es passiert ist und damit nochmal die Dinge mit anderen Augen zu sehen. Schön fand ich heute, dass wir miteinander dann den Gottesdienst gefeiert haben und dass wir uns mit einem Bibeltext auseinander gesetzt haben. Auch, dass wir in Gruppen den Text noch einmal besprochen und bearbeitet haben, hat meiner Meinung nach viel gebracht, da sind andere Aspekte gekommen: dass wir schauen, wo wir ansetzen, was auch für die Kirchenentwicklung wichtig ist.
Was genau meinen Sie damit? Was für die Kirchenentwicklung wichtig ist?
Wir haben uns mit dem Text der Brotvermehrung beschäftigt. Fünf Brote und zwei Fische und 5000 Männer wurden satt. Dabei haben wir uns den Jungen besonders angeschaut, der gefragt wird, was er hat. Er gibt, was er mitgebracht hat. Mir wurde dabei bewusst, auf das kleine und geringe zu achten. Im übertragenen Sinn vielleicht auch auf Menschen, die am Rand stehen, die keine Lobby haben. Diese auch mit in den Blick zu nehmen.
Nun war dies ja der erste Tag der Reise. Was haben Sie vielleicht noch für Erwartungen, wie es weitergeht?
Ich lasse mich da ganz überraschen und freue mich darauf, was auf mich zukommt. Ich habe keine großen Erwartungen, weil ich denke, wenn man mit Erwartungen an so eine Reise herangeht, wird man nur enttäuscht. Ich denke, man soll offen herangehen und auch Gottes Geist wirken lassen. Dann funktioniert das auch.
Mir gefällt es außerdem, dass auch die Gemeinschaft mit der Gruppe zusammenwächst. Das liegt sicher auch an dem Ort, dass die Menschen sich ganz anders wahrnehmen, mit einem ganz anderen Blick. Es funktioniert besser irgendwie.
Ihr ganz persönliches Highlight des Tages?
Mein Highlight war, oben auf dem Berg zu stehen und auf den See zu blicken.

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Tag 2: Tauferneuerung am Jordan
Am zweiten Tag sind die Exkursionsteilnehmer an den Jordan gefahren. Dort ging es um Charismen und Talente, um Tauferneuerung und bei einer Wanderung auch darum, gemeinsam unterwegs zu sein. Zum Abschluss der Tour gab es einen Zwischenstopp auf den Golanhöhen, nicht weit von der syrischen Grenze entfernt.
Für den Tagesrückblick hat Romessa Bhatti die Fragen beantwortet. Sie ist als Bundesfreiwilligendienstleisterin mit der Familienbildungsstätte Frankfurt bei der Exkursion dabei. Als Muslimin auch eine besondere Erfahrung.
Was nimmst du aus dem Tag mit?
Ziemlich viel. Viele Eindrücke, aber auch gerade die Geschichte der Stämme Israels über die Pater Köster gesprochen hat. Es interessiert mich auch, weil es auch viel mit meiner Religion zu tun hat. Wir sehen Jesus als Propheten und er hat für uns auch eine große Bedeutung. Dementsprechend sind die Orte auch wichtig für mich. Ich habe auch viel dazugelernt. Es gibt einerseits ein paar Begriffe, die ich nicht verstehe, da frage ich dann nach. Aber andererseits auch, dass die Jordanquelle so eine Bedeutung für die Christen hat. Das wusste ich vorher nicht.
Was war etwas besonderes?
Es waren mehrere Sachen: Einmal der kurze Vortrag über die Familie, die von Abraham ausgeht. Aber auch der Weg durch den Naturpark und als wir an der Grenze zu Syrien waren und so offen über die Politik gesprochen wurde.
Was denkst du, was dich in den kommenden Tagen noch erwartet?
Ganz viel. Das war jetzt schon viel mehr, als ich für die ganze Reise erwartet hätte.
Was heißt deiner Meinung nach dieses Unterwegs-sein für die Kirchenentwicklung?
Also man kann hier sehr viel mitnehmen. Ich bin noch nicht so lange dabei, aber ich kann mir vorstellen, dass es persönlich für die Leute eine Veränderung ist, hier zu sein. Was mir deutlich geworden ist, ist vor allem dass das Gottvertrauen wichtig ist.
Wir haben heute eine Tauferneuerung gemacht. Wie war das für dich?
Ich fand es super interessant. Auch wie nochmal erklärt wurde, dass man nichts besseres ist, nur weil man getauft wurde, es aber jedem selbst überlassen ist, ob und wie er es nutzt. Und dass man als Getaufte diese Werte vertreten sollte. Ich fand es auch schön, dass wir uns in den Gruppen hingestellt haben und ihr euch diesen Zuspruch gegeben habt. Ich wusste am Anfang nicht, ob ich mich dazustellen sollte, ob das überhaupt erwünscht ist, aber wir haben eine gute Lösung gefunden. Meine Zimmerpartnerin Sigrid hat mir Jordanwasser auf die Hand geträufelt, weil es bei uns so ist, dass man sich vor dem Beten wäscht und dabei ein kleines Gebet spricht, dass uns auch von innen reinigen soll. Deshalb hat sie mir das Wasser in die Hand gegeben. Das fand ich schön.
In unserer Religion gibt es sowas wie eine Taufe nicht. Wenn ein Kind geboren wird, wird dem Säugling der Ruf zum Gebet ins Ohr gesprochen. Später gibt es das Glaubensbekenntnis.
Ein Highlight des Tages?
Das ist schwierig. Es sind ja ganz verschiedene Eindrücke: Was man gehört und gesehen und gespürt hat. Aber dass wir nicht weit von der Grenze zu Syrien gestanden haben, das fand ich super eindrucksvoll. Und dass es diese Grenzen eigentlich nur gibt, weil sie von Menschen gemacht sind. Darüber nachzudenken, finde ich krass.

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Tag 3: Ein Fragezeichen im Gepäck nach Hause
Der dritte Tag führte die Teilnehmer nach Kafarnaum, in die Stadt Jesu und schließlich noch auf den See Genezareth. Max Leißner ist 19 Jahre alt und mit dem Team von St. Jakobus Frankfurt bei der Exkursion dabei.
Wie ist die Exkursion für dich bisher?
Es ist für mich eine sehr sehr krasse Erfahrung. Ich habe viel zu verdauen. Es sind viele Eindrücke, die auf mich einprasseln. Dabei ist es sowohl inhaltlich als auch spaßig sehr gefüllt. Was wir hier tun, macht viel Spaß und es ist sehr interessant. Aber ich glaube, ich werde hier auch mit einem großen Fragezeichen wieder wegfliegen.
Warum meinst du, wirst du mit einem großen Fragezeichen nach Hause fliegen?
Ich finde in Israel hat man viele Gegensätze. Es ist einerseits westlich, du kannst deutsch sprechen, es gibt einen super ausgebauten Flughafen und ausgebaute Straßen. Andererseits hast du hier die Grenze zu Syrien, die wir gestern gesehen haben. Allein, dass dieser Konflikt ewig am Leben gehalten wird. Ich glaube, dass die Eindrücke noch viel stärker werden in Jerusalem. Da ist überall Militär. Diese Gegensätze werfen dann natürlich auch Fragen auf. Man macht sich ja auch Gedanken, was kann man da tun. Zum Beispiel wie macht man das mit dem Golan. Kann man das Gebiet unter die Verwaltung der UNO stellen? Aber das klappt alles nicht und man fragt sich, woran liegt das. Wenn du hier etwas pragmatisch an die Sachen herangehst, dann gehst du hier verzweifelt raus, habe ich das Gefühl.
Wie war der Tag heute für dich? Was hast du für dich so erlebt?
Ich finde es immer sehr schön, dass wir jeden Tag woanders sind und neue Dinge erleben, wo Jesus vorbeigekommen ist.
Ich muss sagen, ich war heute, was unsere Aufgaben angeht, die wir bekommen haben, ein bisschen überfordert. Ich war von den letzten Tagen noch nicht so ganz mit dem Reflektieren fertig. Deswegen hatte ich da heute noch gar nicht den Nerv für und war auch ein bisschen müde. Es ist schon ein hartes Programm. Aber es ist trotzdem schön, hier zu sein.
Was nimmst du aus dem Tag in Richtung Kirchenentwicklung für Gedanken mit?
Das hatten wir schon in den letzten Tagen sehr viel angesprochen. Wir haben unser Pastoralkonzept in unserer Gemeinde in Frankfurt schon umgestellt. Wir haben gesagt, wir haben Leute, die haben gewisse Stärken und danach sollen die Aufgaben vergeben werden. Das erkenne ich immer wieder. Egal, worum es im Sinne von Kirchenentwicklung geht. Das erweist sich immer wieder als positiv. Da fühlt man sich schon bestätigt. Dieses Pastoralkonzept habe ich auch selbst als Firmling erlebt und jetzt auch als Firmkatechet mitgemacht und es funktioniert einfach sehr gut.
Ein Highlight des heutigen Tages?
Mein Highlight des Tages war definitiv die Fahrt über den See Genezareth. Ich war sehr müde, es war ja auch der erste warme Tag. Ich war mit den Gedanken den Tag über woanders, aber die 10 Minuten Ruhe auf dem Boot, diese Zeit habe ich gebraucht und danach hatte ich viel Kraft. Es war einfach ein schöner Moment. Auf dem See zu sein, wenn man weiß, dass Jesus auch auf dem See gelaufen sein soll oder er zumindest auf einem Boot war. Und auch auf der Rückfahrt zum Steg war die ganze Atmosphäre schön. Es wurde Musik gespielt, man konnte sich vorne auf das Schiff setzen, das war eine schöne Sache.

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Tag 4: Samaritaner, Jakobsbrunnen und Jericho
Am Freitag hieß es Abschied nehmen vom See Genezareth. Zunächst besuchten die Teilnehmer Nablus und trafen einen Samaritaner, dann besuchten sie Taybeh und schließlich Jericho. Kerstin Baginski ist seit Februar ehrenamtlich in der Gemeindeleitung in Steinbach tätig.
Wie war der heutige Tag für dich?
Es waren wieder wahnsinnig viele Eindrücke. Ich fand es manchmal ein bisschen beklemmend. Wir sind ja durch die Westbank gefahren, da hat man immer wieder Wachtürme und Grenzen gesehen. Und wir haben von den Leuten auch gehört, mit welchen Problemen die Palästinenser zu kämpfen haben, wenn sie irgendwohin wollen oder etwas brauchen. Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Man denkt immer die Welt rückt zusammen und alles wird offen. Und dann merkt man an der Stelle, es wird kompliziert. Auf der anderen Seite auch diese Sondergruppe der Samaritaner, die gesagt haben, sie können sich frei bewegen, sie haben drei Pässe, sie sind privilegiert als Einwohner dieses Landstriches.
Wie hast du dir das Treffen mit dem Samaritaner vorgestellt?
Ich hatte gar nicht so sehr darüber nachgedacht. Man wusste, dass es irgendwie etwas anderes ist. Ich habe jetzt auf der Reise ja viel darüber erfahren, wo sie herkommen oder wie diese Gruppe zustande kam. Ich fand es unheimlich interessant, wie dieser Mann da erzählt hat - mit einem Selbstverständnis, unheimlich sicher und vollkommen ohne Zweifel. Er hat überhaupt keine Fragen gestellt. Für ihn war das so und sie haben den wahren jüdischen Glauben. Das fand ich sehr beeindruckend, wie sicher er in seinem Auftreten war.
Ich hatte nie darüber nachgedacht. Sie waren aufgetaucht in den Geschichten. Man wusste, es ist ein anderer Volksstamm, die sind sich mit den Juden nicht grün und viel mehr nicht. Ich habe heute viel gelernt.
Was war für dich heute besonders?
Es waren viele Highlights. Ich fand es ganz besonders, als wir am Jakobsbrunnen standen in Nablus und da das Wasser geschöpft haben. Das fand ich einen tollen Moment, weil wir uns wieder gegenseitig das Wasser über die Hände geschüttet haben und uns gesegnet haben. Den Umgang mit dem Wasser hatten wir ja schon bei der Tauferneuerung und das haben wir noch ein bisschen fortgesetzt. Das fand ich unheimlich schön. Das Wasser als Element war auch heute ja wieder ein wichtiges Thema, denn das Wasser ist ja Ursache der Konflikte.
Was nimmst du aus dem heutigen Tag in Richtung Kirchenentwicklung mit?
Wir hatten heute viele Gespräche. Ich glaube ich nehme mit, dass man auch mal den eigenen Standpunkt mehr hinterfragen muss. Dass der Samaritaner seinen Standpunkt, dieses absolute Patriarchat so verteidigt hat, das hat mich nachdenklich gemacht. Ich dachte, das ist jetzt deine Sicht, aber was meinen die Frauen oder vielleicht Mädchen, die da jetzt drin groß werden. Sie sind ja doch eingeschränkt. Er hat zwar gesagt, das ist nicht so, aber da fehlte mir diese Gegenseite. Und da denke ich, dass es manchmal bei uns vielleicht auch so ist, dass wir Sachen voraussetzen, die für uns selbstverständlich sind. Aber dass wir doch die andere Seite immer mal wieder fragen müssen: Wie seht ihr das oder wie empfindet ihr das? Dass wir das nicht vergessen. Und das ist für Kirchenentwicklung ganz wichtig, dass wir gerade die fragen, die vielleicht nicht kommen, warum kommt ihr nicht? Dass wir das noch mehr sehen und nicht aus dem Blick verlieren.
Auf was freust du dich noch während der Reise?
Ich finde es auf dieser Reise wahnsinnig toll, diese Erfahrungen zu machen. Ich habe bis jetzt so viel Unerwartetes erlebt, die Sachen sind ganz anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Einerseits mit den Begegnungen mit den Menschen hier, andererseits aber auch in der Landschaft. So grün hatte ich es mir nicht vorgestellt. Ich bin wahnsinnig gespannt auf Jerusalem aber auch auf die morgige Wanderung. Das wird auch noch mal eine ganz neue Erfahrung werden.
Tag 5: Einfach an einem Verletzten vorbei gehen?
Den Samstag verbrachte die Gruppe zunächst in der Wüste. Dazu machten sie sich Gedanken um das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Für den Rückblick auf die Wanderung hat Ute Voll aus dem Pastoralen Raum Blasiusberg die Fragen beantwortet. Am späten Nachmittag kamen die Teilnehmer in Jerusalem an. Da die Gruppe die verbleibenden Tage viel in Jerusalem und Umgebung unterwegs ist, bezieht sich dieses Interview auf den Vor- und Nachmittag des Samstags.
Wie war der Tag bisher für Dich?
Der Tag war sehr spannend. Wir sind heute morgen von Jericho abgefahren, durch die Stadt in Richtung Wadi-Quelt. Wir waren voller Erwartungen, weil das Wetter auch nicht so gut vorausgesagt war und dann hatten wir aber doch Wüstenklima. Wir haben uns auf den Weg gemacht in Richtung Georgskloster. Am Kloster haben wir das Gleichnis vom barmherzigen Samariter gehört. Das war ja genau der Weg, wo diese Geschichte auch geschehen sein soll. Und das war natürlich sehr beeindruckend. Wir konnten uns das genau vorstellen, wie die Begebenheiten damals waren. Nachdem wir das Evangelium gehört hatten, hat jeder einen Zettel gezogen und es gab eine Rollenaufteilung. [Priester, Levit, Räuber, Überfallener, Wirt und Samariter waren die möglichen Personen.] Wir sind dann im Schweigen weitergegangen und haben uns in die Situation reinversetzt.
Was war Deine Rolle?
Ich war Priester. Das hat einem schon zu denken gegeben, wie der Priester damals reagiert hat. Er ist an dem Verletzten vorbei gelaufen. Das hat mich den Weg über beschäftigt und ich habe gedacht, was mache ich jetzt? Ich bin in der Rolle als Priester vorbei gegangen und mein Gedanke war dann, man kann vorbei gehen, aber man muss doch eigentlich umkehren. Nachher haben wir uns dann in den Gruppen getroffen und es noch mal aufgearbeitet. Es war sehr spannend, wie die anderen ihre Rolle gesehen haben.
Gab es für Dich einen Moment, der besonders war?
Ja, ganz besonders war schon die Stelle, wo wir Rast gemacht haben und das Evangelium gehört haben, weil man ja denkt, das ist wirklich der Ort, wo es geschehen ist. Die Einsamkeit auch in der Wüste zu spüren und zu denken: Ja, da hat ein Verletzter gelegen und es sind Menschen vorbeigegangen und das hat sie nicht gekümmert.
Was nimmst Du aus der Geschichte und aus dem Tag für Dich mit nach Hause?
Offener durch die Welt zu gehen. Mit offenen Augen, offenen Sinnen und zu schauen, wo wird Hilfe benötigt.
Was denkst du, erwartet dich noch auf der Reise?
Viele gute Begegnungen. Zu erfahren, wie die Menschen hier leben und wie sie hier arbeiten und zu schauen, was wir für unser Team aus diesen Begegnungen mitnehmen können.

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Tag 6: Begegnungsreich in Jerusalem
Der sechste Tag der Reise stand ganz im Zeichen der Begegnungen. Die Gruppe sprach mit Tamar Avraham, einer deutschen katholischen Theologin, die zum Judentum konvertiert ist und die israelische Staatsbürgerschaft angenommen hat, mit David Neuhaus, einem Jesuitenpater und Sohn deutscher Juden, die nach Südafrika ausgewandert sind, mit Reem und George Akroush, einem christlichen Ehepaar mit unterschiedlichen Pässen und mit Schwester Monika Düllmann, der Leiterin des St. Louis Hospitals. Zudem besuchte die Gruppe den Tempelberg und verschiedene Stätten in Jerusalem. Im Interview: Andrea Satzke, Ehrenamtliche aus dem Team Herz Jesu Dillenburg und St. Petrus Herborn.
Ein voller Tag liegt hinter der Gruppe. Was war für Dich das Eindrucksvollste oder das Besondere an dem Tag?
Es war heute ein sehr intensiver Tag, es hat sich für mich aber auch so ein bisschen ein Kreis geschlossen zu dem was wir in den letzten Tagen so erlebt haben. Das haben wir auch im Gottesdienst zusammengetragen. In dem Evangelium vom barmherzigen Samariter, das wir gestern besprochen haben, da steht ja auch drin: „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“. Und das ist so etwas, was bei mir auch schon länger mitgeht. Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst - heißt ja auch, du musst dich selbst lieben können. Du musst auch achtsam mit dir selbst umgehen. Als dann die Tamar oben in der Kirche erzählt hat, was sie bewogen hat zum Judentum zu konvertieren, war auch ein Grund, dass der Sabbat für sie auch wichtig ist und etwas besonderes ist. Bei den Samaritanern hatten wir das auch schon gehört, es hat also einen sehr hohen Stellenwert. Da hab ich gedacht, wir lassen uns sehr vereinnahmen. Es ist ein Stück bei uns verloren gegangen, den Sabbat, den Sonntag zu heiligen und zu ruhen.
Das mal wieder ins Bewusstsein zu rücken, das sollten wir für uns wieder annehmen und mehr in den Fokus rücken.
Das Andere - es waren sehr viele Gespräche, das hat mir gerade auch noch mal sehr gut gefallen. Schwester Monika erzählte, wenn man wirklich will, dann funktioniert ganz viel. Das fasst zusammen, was wir den ganzen Tag über gehört haben.
Was nimmst Du kirchenentwicklerisch mit nach Hause aus dem heutigen Tag?
Schwester Monika hat erzählt, dass in ihrem Hospital, das eine Art Hospiz ist, Menschen aller Religionen aufgenommen und betreut werden und dass sie dort sterben. Nebeneinander. Warum funktioniert es im Leben nicht? Das sehe ich als eine Herausforderung.
Wie wirkt Jerusalem auf Dich? Was ist Dein Eindruck?
Ich bin das erste Mal jetzt hier, das erste Mal in Israel. Ich hatte wenig Vorstellungen. Ich habe gesagt, ich möchte nicht enttäuscht werden, indem ich die Vorstellungen so hoch hänge. Ich fand es beeindruckend, dass wir gestern Abend noch mal rausgegangen sind und auch an der Klagemauer waren. Ich finde es interessant, dieses Nebeneinander der Kulturen und Religionen zu sehen.
Es warten noch zwei ganze und ein halber Tag auf die Gruppe. Was müsste für Dich noch kommen? Was fehlt Dir?
Das finde ich schwierig zu beantworten, weil wir ganz ganz viel schon erlebt haben. Ich habe vor der Reise von lieben Menschen schon viel erzählt bekommen, habe aber gleichzeitig gesagt, dass ich die Erwartungen nicht so hoch ansetzen möchte, sondern mich darauf einlassen will, was jetzt kommt. Auch unter dem Gesichtspunkt Kirchenentwicklung. Ich denke bei unserer Exkursion ist auch der Schwerpunkt ein anderer, als das, was ich berichtet bekommen habe. Wir haben schon viel erlebt und ich nehme viele Dinge mit und von daher bin ich auch offen für die nächsten Tage. Wir haben auch da ja noch ein schönes Programm.

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Tag 7: Die Jugend mit einbinden
Der siebte Tag führte die Exkursionsgruppe nach Bethlehem und anschließend nach Yad Vashem, die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem. Im Interview erzählt Stefan Prosch vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend von seinen Erfahrungen.
Wie war der heutige Tag für Dich?
Es war sehr vielseitig. Begonnen haben wir in Bethlehem. Wir haben im Begegnungszentrum einen Vortrag von Rania Salsaa gehört. Da gab es ein paar neue und schon bekannte Informationen zur Lage der Christen in Palästina. Danach ging es in die Geburtskirche. Und das war anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Wir hatten schon in Jerusalem gesehen, dass an den Pilgerstätten viel Tourismus ist und man nicht so richtig zur Ruhe kommen kann. Und da war es genauso. Wir kamen nicht in den unteren Teil der Kirche, um den Stern von Bethlehem zu sehen, weil so viele Menschen in der Kirche waren. Oben in der Kirche hat man schon viel Hektik gemerkt.
Am Nachmittag sind wir noch nach Yad Vashem, zur Holocaust-Gedenkstätte gefahren. Wirklich interessant, auch wenn ich schon viele Dinge kannte. Ein paar Informationen und Blickwinkel sind auch hier neu gewesen. Die geführte Tour hätte ich allerdings nicht gebraucht. Wir hatten leider auch nur zwei Stunden Zeit. Aber das Kinder-Memorial hat mich beeindruckt. Aus fünf Kerzen wurde mit Hilfe von Spiegeln ein ganzes Lichtermeer. Das hat eine ganz besondere Atmosphäre.
Was war heute besonders?
Das Kinder-Memorial, weil ich sowas in der Art noch nie gesehen habe. Die Holocaust-Gedenkstätten sind an sich ja alle ähnlich, man kennt die Fotos. Aber das Kinder-Memorial, das war schon wirklich beeindruckend.
Was denkst Du, warum war es wichtig, Bethlehem und Yad Vashem zu besuchen?
Bethlehem als Geburtsort Christi ist Pflicht als Christ, wenn man schon Israel und Palästina besucht. Genauso die Grabeskirche, die wir morgen besuchen. Yad Vashem gehört auch irgendwie dazu, weil es die deutsche Geschichte ist. Hier in Israel leben auch viele Menschen, die Opfer dieser Taten geworden sind, oder deren Nachfolger. Wenn man hier ist, sollte man sich das angucken.
Was nimmst Du aus dem Tag für Dich und die Kirchenentwicklung mit nach Hause?
Ich glaube, man hat generell auf dieser Reise gesehen, dass viele Konflikte doch tiefer sind, als man am Anfang denkt. Dass man sich immer erst mal alle Seiten anhören muss, bevor man urteilt oder eine allgemeine Meinung übernimmt. Das kann im Privaten genauso sein, wie in der Kirche. Es ist wichtig, sich mit allen Seiten auseinanderzusetzen und sich ein eigenes Bild zu machen. Und dann kann man wirklich die Lage selbst beurteilen und kann Lösungen für Probleme finden. Vor allen Dingen sollte man auch auf die Jugend schauen und diese mit einbinden.
Tag 8: Eine Klammer um die Reise
Der letzte Tag der Reise mit Programm liegt hinter den Teilnehmern der Exkursion. Am Dienstag besuchten sie Emmaus und gingen mit Georg Röwekamp auf der Via Dolorosa durch Jerusalem. Dr. Susanne Gorges-Braunwarth ist mit einem Team aus dem Bischöflichen Ordinariat bei der Reise dabei.
Frau Dr. Gorges-Braunwarth, wie war der heutige Tag für Sie? Was haben Sie erlebt?
Das war unser letzter Tag in Jerusalem und für mich war es noch mal eine ganz wichtige Klammer, die sich heute geschlossen hat: Um diese Stationen, dass wir zuerst mit der Schrift unterwegs waren, dann die vielen Begegnungen mit Menschen, die sich engagieren in diesem Land an unterschiedlichen Stellen. Aber auch irritierende und verstörende Bilder, die sich gesammelt hatten, und diese ganze Komplexität in diesem Land. Da war das heute noch mal eine gute Klammer in der Grabeskirche zu schließen, mit dem Gedanken „Sucht den Lebenden nicht bei den Toten“. Neben der Bedeutsamkeit natürlich der Orte hier im Land, die wir auch zum Teil besucht haben, zu denen wir in der Schrift gelesen haben, einfach auch noch mal sich zu vergewissern, dass das eigentlich Entscheidende nicht der heilige Ort ist, sondern dass die Botschaft weiterlebt. Dass die Erfahrung der Auferstehung, dass Leben gelingen kann, dass Menschen Heil erleben, dass das das eigentliche Ziel unseres Unterwegs-Seins, unserer Botschaft ist. Das ist heute für mich ganz rund geworden. Indem der Reisebegleiter auch noch mal die Bedeutsamkeit der Orte relativiert und eingeordnet hat.
Gab es heute eine Situation, von der Sie sagen, das war ganz besonders für Sie?
Ich fand die Begegnung mit der Schwester Hildegard sehr eindrücklich, weil sie eine dieser Zeuginnen, dieser Botschafterinnen des lebendigen Lebens in dieser schwierigen Situation war. Sie hat gesagt: „Wir bezeugen hier das Evangelium, indem wir mit den Menschen leben, uns anschauen, was ihre Themen sind und mit ihnen zusammen nach Lösungen suchen.“ Sei es, dass sie diese Pflegeschule aufgebaut haben, sei es, dass sie sich um behinderte Menschen kümmern, die in dieser Gesellschaft keinen Ort haben, oder sei es, dass sie Frauen ermächtigen, fördern ihr eigenes Leben zu bestreiten und Familien zu ernähren und damit einen Beitrag zu leisten, dass auch diese Familien Perspektiven entwickeln.
Was nehmen Sie in Richtung Kirchenentwicklung von dieser Reise mit nach Hause?
Es war in jedem Fall auch heute noch mal die Ermutigung zu schauen, wo neue Orte sind. Auch in unseren Kontexten, an denen wir Kirche sein können. Also nicht nur auf das zu schauen, wo nicht mehr so viel Lebendiges ist, also auf Traditionen oder Sozialformen, die vielleicht überkommen sind. Sondern einfach auch noch mal nach neuen Partnern, nach neuen Themen, nach neuen Gelegenheiten zu suchen, wo wir uns in dieser Welt einbringen können. Wir als Christinnen und Christen. Das ist mir heute auch noch mal sehr deutlich geworden. Ich fand insgesamt, dass der Aufbau der Erkundungsreise für mich ein sehr wertvoller war: Indem wir die Zeit hatten, erstmal diesen Schritt der eigenen Vergewisserung zu gehen, gleichsam in Exerzitien einzutauchen, in das Wort Gottes. Es miteinander zu teilen, es zu bewegen, zu schauen, was das für uns bedeutet. Das ist ein wichtiger Schritt, diese Botschaft selbst zu verinnerlichen, bevor wir dann hinaustreten in den Sozialraum, die Bewegung machen zu den Menschen. Und gleichzeitig hat sich das auch schon in der Schrift erschlossen. Das ist mir noch mal so klar geworden, weil Jesus natürlich auch zu den Menschen gegangen ist. Er hat seine Jünger nicht unter den Juden gesucht, sondern er hat sie in seinem Sozialraum, beispielsweise am See, berufen. Er ist zu den Lahmen und den Kranken hingegangen. Er ist dahin gegangen, wo die Menschen Not gelitten haben. Und diese Bewegung - die Bewegung nach innen, der eigenen Vergewisserung, und die Bewegung nach außen, in Kontakt treten mit der Not, mit den Themen der Welt - das ist eine gute Verbindung, die, glaube ich, hier auch deutlich geworden ist.
Was wird das erste sein, was Sie zuhause erzählen?
In den Begegnungen und Zeugnissen, die wir hier gehabt haben, mit Jüdinnen, mit Konvertiten, mit Christinnen, mit Ordensleuten, ist mir deutlich geworden, dass die sich einfach den Herausforderungen, die diese Gesellschaft, die dieses so friedlose Land stellt, dass sie sich diesen Herausforderungen stellen um der Menschen Willen. Das steht im Vordergrund und dann erst, in einem dritten, vierten Schritt, geht es um religiöse Identität. Das fand ich schon sehr bewegend. Ich glaube, davon können wir auch was lernen.

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Tag 9: Herausforderungen und Heimreise
Die Exkursion nach Israel und Palästina ist vorbei. Die Teilnehmer sind gut zurückgekommen. Im Rückblick auf die Reise hat Birgit Henseler vom Leitungsteam und Team der Kirchenentwicklung am Flughafen einige Fragen beantwortet. Sie selbst hat eine Zeit lang in Israel gelebt und gearbeitet.
Frau Henseler, wir waren zehn Tage in Israel unterwegs. Sie haben die Reise mit vorbereitet. Wie war die Reise für Sie? Hat alles so funktioniert, wie es geplant war?
Ich bin sehr zufrieden mit der Reise. Wir hatten zwar einige unvorhergesehene Sachen, konnten das aber alles arrangieren. Und die Teilnehmer sind zufrieden - das macht mich ehrlich gesagt sehr froh.
Was hat die Reise in Richtung Kirchenentwicklung gebracht? Warum war es wichtig, diese Reise nach Israel zu machen?
Wir haben einen kirchenentwicklerischen Aspekt im Vordergrund gehabt: am Wort Gottes orientiert zu arbeiten und unterwegs zu sein. Und das fand ich ziemlich intensiv in Galiläa. Wir haben über den ganzen Tag verteilt mit Bibelstellen gearbeitet und bewusst Bibelstellen ausgewählt, die Perspektivwechsel deutlich machten. Was war in der Zeit Jesu da? Wie waren die Machtverhältnisse, wen hat er da getroffen und für was standen diese Menschen? Da ist auch noch mal deutlich geworden, dass Jesus Grenzen überschreiten konnte und er auch etwas lernen konnte in diesen Begegnungen. Ich weiß nicht, ob das immer allen deutlich geworden ist, aber ich finde, dass da viel drin steckte. Ob es die Frage bei der Brotvermehrung war: Wer ist bei uns der kleine Junge, der fünf Brote hat? Wer bringt was ein, was Gott multiplizieren kann? Was ist das, was jeder einzelne da geben kann? Und schauen wir nur auf das, was wir nicht haben? Oder die Geschichte mit dem Hauptmann von Kafarnaum: Dass wir Menschen finden außerhalb unserer gewohnten Bahnen, die auch glauben. Vielleicht sogar intensiver als wir, wir kommen nur nicht darauf. Ich fand, dass da ganz viel drinsteckte. Ich habe auch wahrgenommen, dass die Teams sehr intensiv darüber diskutiert haben und auch Ideen entwickelt haben.
Gab es etwas Überraschendes auf der Fahrt?
Die Überraschungsmomente gab es, aber nicht bezüglich der Inhalte. Die Bibelstellen standen fest und die Bearbeitungsform stand auch fest. Was die Leute daraus machen, das ist ja immer offen. Was uns sehr herausgefordert hat, war eher, dass manche Plätze nicht so klar waren. Wir waren beispielsweise an einer anderen Stelle am Jordan, als ursprünglich gedacht. Die Stelle war dann viel schöner, aber das wussten wir anfangs nicht. Wir haben dann umgestellt. Solche Dinge waren eher die Herausforderung.
Was wünschen Sie sich, dass die Teilnehmer in ihre Gemeinden und Gruppen mit nach Hause nehmen?
Ich würde mir wünschen, dass sie vor allen Dingen in Erinnerung behalten, wie lebendig das Evangelium geworden ist für sie. Dass es etwas mit unserem Alltag zu tun hat und es nicht einfach um eine vergangene Zeit geht, die heute ohne Relevanz ist. Sondern dass wir heute darin auch Orientierung finden. Und das zweite: Die Begegnungen. Ich war am Anfang unsicher, ob es für die Teilnehmer attraktiv ist, weil es in diesem Land so ganz anders und schwierig ist. Ob wir etwas finden, was uns auch leiten und Vorbild sein kann. Und da fand ich interessant, dass ich selbst auch inspiriert worden bin. Da habe ich nicht mit gerechnet, weil ich ja in der Friedensarbeit hier tätig gewesen bin und die christlichen Kirchen eher kritisch betrachtet habe. Und jetzt in einer kurzen Zeit hatten wir gezielte Gespräche mit wirklich sehr überzeugenden Menschen. Pater David Neuhaus und George und Reem Akroush haben gesagt: „Wir sind nur ein oder zwei Prozent Christen, aber wir leisten 30 Prozent der sozialen Arbeit.“ Das haben sie und auch die anderen Gesprächspartner mit verschiedenen Geschichten belegt, die ich sehr spannend und auch sehr berührend fand. Beispielsweise sich als Kirche an die Seite derer zu stellen, die Opfer krimineller Banden sind, bis hin zu Folterung und Erpressung. Oder auf der anderen Seite dieses angekettete behinderte Kind, dass 16 Jahre in einer Höhle leben musste. Dass da Christen sind, die helfen. Dass man weiß: Das sind Christen und die kann ich anrufen. Die kümmern sich darum. Daran können wir etwas lernen. Ich habe den diakonischen Auftrag wieder gesehen, der auch wirklich gelebt wird. Es ist ein muslimisches Umfeld für die Palästinenser oder auch ein jüdisches Umfeld, aber da zu sagen: „Bei uns haben alle Platz.“ Die Christen bringen sich ein und zeigen, worum es uns geht. Das ist mir noch einmal sehr deutlich geworden und ich glaube, dass das auch alle wahrgenommen haben. Das hätte ich vorher nicht erwartet.
Was war Ihr persönlicher Höhepunkt der Reise?
Es gab viele Höhepunkte, aber es ist schwierig ein Highlight zu sagen. Als Team in der Begleitung haben wir natürlich auch noch einmal andere Dinge im Blick gehabt und hatten nicht so viel Zeit, uns selbst darauf einlassen zu können. Das Gespräch mit Pater David Neuhaus fand ich interessant, allein seine Biografie: Seine Eltern sind aus Deutschland geflohen, weil sie Juden waren. Ein weiteres Highlight war die Wanderung im Wadi-Qelt. Alleine die Konstellationen, dass die Teilnehmer immer in verschiedenen Gruppen gewandert sind, sich kennengelernt haben, da war viel Zeit für tatsächliche Begegnung und Vernetzung. Das fand ich schön. Und ich selber finde ja auch das Land wunderschön. Da habe ich viel genossen. Es sind viele Punkte, die mich berührt haben.
Diese Reise war eine besondere Herausforderung, weil das Land uns so viel bietet. Und viele auch einen Einblick in den Konflikt vor Ort bekommen haben. Natürlich ist noch nicht alles erschöpfend begreifbar. Diese Fülle an Erfahrungen und Erleben ist auch sehr anspruchsvoll: politisch, kulturell, religiös. Man könnte auch ein Jahr auf Exkursion gehen und hätte noch nicht alles bearbeitet. Das machte es herausfordernd: Wie fokussieren wir uns auf das Wesentliche - was brauchen wir, damit wir einen Gewinn daraus ziehen können?